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Schülerinnen und Schüler mit Arbeitgebermentalität?



Auf Einladung des Staatl. Schulamtes im Landkreis Starnberg sowie des BLLV Kreisverbandes Starnberg fanden sich ca. 270 interessierte Lehrerinnen und Lehrer zu einem Vortrag von Prof. Dr. Klippert in der Turnhalle der Christian Morgenstern Volksschule Herrsching ein. Herrn Zwick (Leiter des Schulamtes Starnberg) gelang es für diese Fortbildung, einen der renommiertesten Wissenschaftler im Bereich der Schulpädagogik, Prof. Dr. Klippert, zu gewinnen. Unter dem Aspekt des Methodenlernens in der Schule - Anregungen zur Fundierung des offenen Unterrichts - wurden verschiedene Aspekte des handlungsorientierten Unterrichtes beleuchtet.

Prof. Dr. Klippert führte aus, dass Lehrkräfte Schülerinnen und Schüler mit der Methode einer Lern- bzw. Arbeitsspirale motivieren sollen, sich gegenseitig zu helfen, Begrifflichkei- ten/Themen zu klären und das Wesentliche herauszuarbeiten. Anschließend sollen sie mit der Methode Lerninhalte zusammenfassen (Zufallsgruppen) und gegenseitig einen Kurz- vortrag halten. Ebenso wie bei Prof. John Hattie sollen die Schülerinnen und Schüler im Mittelpunkt des Lernens und damit des Handelns stehen und nicht die Lehrkraft. Exemplarisch wurde dies an der Lernspirale „Markieren eines Textes“ dargestellt. Hierbei wurden aber auch Schwächen offensichtlich. Gerade im Bereich der Mittelschule benötigt das Me- thodentraining einen Nährboden, der durch die heterogene Klassenzusammensetzung meist nur schwerlich erreichbar sein wird. Denn wenn Schülerinnen und Schüler schon Schwierigkeiten im Bereich der Prozessebene der Entwicklung von Lesekompetenz ha- ben, dann ist dies gerade bei fehlender lokaler und/oder globaler Kohärenz sicherlich kein leichtes Unterfangen. Es kann aber gelingen, wenn entsprechende Konzepte bereits in der Grundschule und spätestens zum Übertritt auf eine weiterführende Schule eingeübt werden.

Frau Hirschnagl-Pöllmann resümierte am Ende des Vortrages treffend, dass auf die Lehre- rinnen und Lehrer „viel Arbeit zukommt, jedoch durch eben diese Systematik [nach Prof. Dr. Klippert] sich die Arbeit später amortisiert“. Es sei zu empfehlen, Jahrgangsteams an den Schulen einzurichten sowie Zeit für die Methodenpflege und für die Methodenwieder- holung einzuplanen. Der komplexe Inhalt des sehr umfangreichen Vortrags von Prof. Dr. Klippert müsse jetzt in die jeweiligen Schulen getragen werden und dort wirken. Ein Austausch unter den dortigen Kolleginnen und Kollegen sei sehr wünschenswert und erforderlich.

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